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Montag, 5. September 2005
Back in office
Sonstiges
Der Urlaub ist zu Ende, auf geht es zu neuen (oder alten, noch nicht fertigen) Taten.


Der Stand meiner Haupt-Mailboxes hält sich zum Glück in Grenzen: 1816 Mails (kein SPAM) in meiner Hauptmailbox am RRZE, 3104 Mails in meiner Projektmailbox (wobei dabei auch alte sind) und 1397 Mails in meiner privaten Hauptmailbox.
Listenmails kommen alle in Extrafolder.
Genauso wie die SPAM und Possible-SPAM. (Ups... Ich muss die SPAM-Folder leeren, bevor Thunderbird da wieder mit Schlapp macht und ich stattdessen "mutt" nehmen muss).



Um es in den Lieblingsworten vom Noch-Kanzler zu sagen: "Wir haben das erreicht...."

(Eigentlich müsste mal ein Karikaturist diese gestern abend oft wiederholten Worte hernehmen und ne schöne Grafik machen. Oben drüber das Konterferi des Kanzlers mit diesen Worten, dann darunter einen bösen Schelm (oder Merkel?) malen, die dann hinter den Punkten einsetzt: "...2 Millionen mehr Arbeitslose (minus 300.000 versteht sich:) , Mobbing statt statt normalen Kündigungen in Betrieben, Firmenaufgaben aufgrund steuerlicher Vorteile für Unternehmen, einen Himmelweiten Abstand zwischen Mut zum echten Handeln und schöner Worte, eine Atmosphäre bei der alles und jeder der nicht in die Klasse passt, schlecht gemacht und diskreditiert wird."

Ich verstehe übrigens noch immer nicht, warum es plötzlich ungerecht sein soll, wenn jeder wirklich einen gleichen Prozentsatz an Steuern zahlt. Also so, wie es die Steuer jetzt bereits vorsähen würde, wenn es die Ausnahmen, Werbungskosten, Abschreibungen, etc nicht gäbe.
Mir scheint, viele Politiker wissen es selbst nicht besser oder wollen es den Bürgern unterjubeln, daß Prozentrechnung dasselbe ist wie Summenrechnung.
25% von 100 Euro ist 25 Euro. Aber 25% von 100.000 Euro ist 25.000 Euro und nicht etwa auch 25 Euro! Eine Sekretärin zaht damit mitnichten den selben Betrag wie der Manager, sondern nur den selben Prozentsatz.
Naja. Das gerade die Politiker (zu 90% Lehrer und Anwälte) der SPD eher Fähigkeiten in der Rhetorik und der Wahlttaktik als in der Fachkomptenz haben, zeigt sich übrigens sehr gut daran, daß derzeit gezielt der Kirchhof auf den Korn genommen wird: Als Fachmann (und vorallem als ehemaliger Verfassungsrichter der einige stümperhafte Gesetze im Verfassungsgericht so zurechtstutzen musste daß die wirklicher sozialgerecht sein mussten und nicht nur anscheinend, gilt er sowieso als Persona-non-grata in der politischen Klasse.
So ist er für die SPD ein gefundenen Ansatzpunkt um gegen das Konzept der CDU/CSU vorzugehen und von den eigenen Schwäschen abzulenken: Wenn man Kirchhof diskrediert, als ungerecht hinstellt (und wenn das taktisch gut gemacht wird und auf breiter Basis erfolgt, übernehmen dies die Medien ganz leicht), dann wirkt dies dann auch auf die CDU/CSU und damit alles andere.
Haut man auf dieses schwache Rad genug ein und lassen sich die Medien dadurch gut ablenken, fällt niemand mehr auf zu Fragen, wem wir Hartz IV zu verdanken haben, was überhaupt langfristige Strategien der jetzigen Regierung sind und was mit dem Schmu ist, den die jetzige Regierung uns tagtäglich durch inkomptente Leute kostet. (Beispielsweise die durch Stolpe geleiteten IT-Projekte).

Diese Taktik ist alterprobt von beiden Seiten.
Dumm zwar, daß sie nur oberflächlich wirkt und bei einem tieferen Blick des Wählers in die Materie entblößt wird. (Beispielsweise bei der Frage des Familienbildes gestern abend).
Leider aber haben viele nicht Zeit und Muße sich genau zu informieren und sich genauer einzufinden. Da wirken dann plötzlich dann doch diese Stammtischparolen und einfachen Taktiken...


Meine Sorge ist, daß es dann durch unbefusst erfolg haben wird. Remember Jost Stollmann. Auch die SPD hatte damals, als sie gegen Kohl antrat gesagt, sie wolle Fachkompetenz nutzen und haben den Wirtschaftsexperten Stollmann ins Boot geholt und als Wirtschaftsminister vorgesehen. Leider wurde er aber dann durch Lafontain geschasst, bevor dieser selbst den Schwanz einzog).

Die kurzfristige Kritik an Visionen, die im Prinzip richtig und langfristig sind, zeigt eigentlich die Angst, die eine Stillstandspolitik hat vor Veränderungen.
Man möchte sich eben eben nicht trennen von seinen eigenen Wohlstandsstandards, von seinen eigenen Privilegien und seiner Macht.
Vorallem nicht durch das Geschwätz von Fachleuten!
(Übrigens: Wo bleiben die im Januar ganz groß angekündigten Verordnungen zur Offenlegung der Politikergehälter, die gefordert und versporchen wurde, nachdem einige SPD-Leute mit gut geschm...ehm.. vergüteten Beraterpositionen aufgeflogen sind?)

Übrigens ganz interessant bei der Kritik an den Visionen von Kirchhof ist, daß eine Expertenkommission vor 2 Jahren bereits dem Eichel ein ähnliches Konzept vorlegte, dieser es aber aus parteipolitischen Gründen nicht akzeptierte.

Nun ja.
Mein Wahl-O-Mat-Ergebnis zeigte übrigens ein Kopf-an-Kopf-Rennen von CDU/CSU und SPD.
Letztes mal wählte ich Rot-Grün, weil ich 2002 auch in der Mehrzahl bei diesen beiden Parteien und in ihren Programmen die Punkte versprochen sah, die ich wollte.
Leider stellte sich in der Realität heraus, daß das was die Parteien in ihren Programmen und in ihren Statements versprachen garnicht umgesetzt wurde, sondern sogar ins Gegenteil verkehrt wurde. Ganz deutlich unter anderem bei (SW-)Patenten, Urheberrecht, Bildung und Gesundheit.

Somit bleibt für mich der Schluss: Auch wenn der große Hypnotiseur Schörder noch so überzeugend, noch so väterlich und charmant daherredet oder das Parteiprogramm tolle Dinge enthält: Ich glaube den Leuten nichts mehr. Einmal ein Versprechen nicht einlösen können ist ja noch verzeihbar. Aber nach 2002 haben sie es wieder getan und noch arroganter und noch unehrlicher. Die Realität wurde immer schlimmer, je schöner die Worte wurden.


Jetzt bin ich abgeschweift.

Egal. An die Arbeit!


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